Vollständige Funktionsübersicht am Beispiel des Sciencemodus, mit den Grenzen des Programms im schulischen Einsatz. Ergänzt die Schüler-Handreichung, ersetzt sie nicht. Stand: Programmversion 95. · English version
| Version prüfen | Startseite unten: Version 95. Steht dort eine kleinere Zahl, ist auf dem Gerät ein alter Stand aktiv – Seite einmal neu laden. Erscheint der Zusatz „Version … bereit – Seite neu laden“, liegt ein neuer Stand bereit, läuft aber noch nicht. Unterschiedliche Stände in einer Klasse führen zu „bei mir sieht das anders aus“. |
| Gerätetest | Auf dem konkreten Schulrechner einmal ein Video laden und ein kurzes Tracking im Sciencemodus laufen lassen. Damit werden die ~5 MB Mustererkennung (und am PC ~19 MB KI-Prüfung) einmal geladen und stehen danach offline bereit. |
| PC-Kopplung | Nie erst in der Stunde testen. Auf verwalteten Schulrechnern scheitert sie häufig – die Gründe und die Alternative stehen in Abschnitt 9. |
| Aufnahmeregel | An die Klasse: 1080p, 30 Bilder/s, höchstens 30 Sekunden, Kamera fest und senkrecht zur Bewegungsebene, Maßstab (Meterstab) in genau dieser Ebene mit im Bild. iPhone: Kamera → Formate → Maximale Kompatibilität. |
| Referenzlängen | Vorab festlegen und an die Tafel schreiben – die App bietet keine Auswahlliste für Standardgrößen, es wird eine Zahl eingetippt. |
| Abgabeweg | Festlegen, wie Ergebnisse eingesammelt werden (Lernplattform, Netzlaufwerk, USB). Die App selbst kann nichts versenden. |
Die Modus-Wahl auf der Startseite ist die einzige Pflichtentscheidung. Sie lässt sich jederzeit über ⚙ → Modus ändern; alle Daten bleiben dabei erhalten. Der Wechsel Science → Schüler blendet Objekt 2 und 3 sowie die erweiterten Werkzeuge nur aus, er löscht nichts.
| Schülermodus | Sciencemodus (diese Handreichung) |
|---|---|
| Video laden, Bild-für-Bild, Ausschnitt eingrenzen, ein Objekt tracken,
Punktkorrektur von Hand, Maßstab, Ursprung verschieben, s(t) und v(t), Bahnpunkte,
CSV-Export.
Achsen: nur t, s, x, y, v.
Nach der Modus-Wahl wird eine geführte Anleitung angeboten: Eine Sprechblase führt mit „Weiter“ und „Zurück“ vom Videoladen über Wiedergabe-Tasten, Ausschnitt, Achsenkreuz und Markieren bis zu Tracking, Achsenwahl und Maßstab; erledigte Schritte springen von selbst weiter. |
Zusätzlich: a(t), alle Größen in x/y-Komponenten, Impuls p, Kraft F = m·a,
Energien, Masse je Objekt, Achsenkreuz drehen, g einstellbar, Vektorpfeile,
Stapelansicht, Flächenberechnung, Modell-Fits, Stroboskopbild, Schwerpunktkurve,
bis zu 3 Objekte, JSON-Export.
Kein Tutorial – deshalb diese Handreichung. |
Modus-Plakette · Statuszeile · Projekt öffnen / Projekt speichern / Export · Koppeln · Einstellungen. Die Statuszeile ist das wichtigste Kontrollinstrument: Sie zeigt Zeit, Bildnummer, die tatsächlich verwendete Bildrate und – nur wenn kalibriert wurde – den Maßstab in px/m. Fehlt die px/m-Angabe, rechnet die App in Bildpunkten.
Standard ist gestapelt (Video oben, Diagramm unten). Zwei Spalten nebeneinander gibt es erst ab etwa 900 × 480 Bildpunkten – also am PC und am Tablet, nicht am Handy. Am PC lässt sich die Grenze mit dem Splitter zwischen 20 % und 80 % frei ziehen. In der Fußleiste liegen Ausschnittsgriffe, Zeitleiste, ⏮ ◀ ⏵ ▶ (⏮ springt zum Anfang des gewählten Ausschnitts – dort liegt auch t = 0) und Video laden.
px.
| Element | Wirkung | Voraussetzung |
|---|---|---|
| Objekt 1 (24) ▾ | Öffnet die Liste aller Objekte; Klick macht eines zum aktiven. Die Zahl in Klammern ist die Anzahl der Messpunkte. Fast alle Werkzeuge beziehen sich auf das aktive Objekt. | ab 2 Objekten oder Messpunkten |
| 🗑 in der Objektliste | Löscht die Messpunkte dieses Objekts nach Rückfrage. Der Rahmen bleibt erhalten – neu tracken geht sofort. | Objekt hat Punkte |
| Objekt markieren | Markiermodus; Rahmen im Video ziehen legt den Suchbereich fest. | Video, kein laufendes Tracking |
| Tracking starten | Bild-für-Bild-Lauf über den eingegrenzten Ausschnitt. Löscht vorhandene Punkte dieses Objekts ohne Rückfrage. | Rahmen gesetzt |
| Maßstab festlegen | Zwei-Punkt-Kalibrierung, danach Eingabe der realen Länge. | Video |
| Masse festlegen (zeigt „Masse: 145 g“) | Masse des aktiven Objekts. Grundlage für p, F, Eₖ, Eₚ, Eₘ und die Schwerpunktkurve. | Sciencemodus |
| 2. / 3. Objekt tracken | Legt ein weiteres Objekt an (türkis, himbeer) und macht es aktiv. Maximal drei; angelegte Objekte lassen sich nicht wieder entfernen (nur ihre Punkte). | Sciencemodus |
| Element | Wirkung | Voraussetzung |
|---|---|---|
| Koordinatensystem | Achsenkreuz ein/aus. Ausgeblendet ist es auch gegen Verschieben geschützt. | Video |
| Bahn | Alle getrackten Positionen als gleichmäßige Punktspur – zeigt die Bahnform (Wurfparabel, Kreis). | Messpunkte |
| Spur | Nur die letzten 8 Positionen, verblassend – betont die Momentanbewegung. | Messpunkte |
| Vektoren anzeigen | Dialog mit Kästchen für s (Ortsvektor), v, a, p, F – je mit eigenem Längenregler (0,1× bis 10×).
Darunter drei Einstellungen, die für alle Pfeile gemeinsam gelten: Formelzeichen an den Pfeilen beschriftet jeden Pfeil mit s, v, a, p bzw. F (Standard an; abschaltbar, wenn viele Pfeile an mehreren Objekten das Bild zustellen – der Größenregler ist dann ausgegraut), Größe der Formelzeichen 14–48 px (Vorgabe 20) und Pfeildicke 1–5 als Faktor auf die automatische Grundstärke. Alle drei werden gemerkt – für den Beamer einmal einstellen genügt. | Sciencemodus; p und F nur mit Masse |
| Schwerpunkt | ⊕ im Video mit Verbindungslinie, dazu eine gestrichelte Kurve im Diagramm. Beim Stoß der didaktische Kern: der Schwerpunkt läuft ungestört weiter. | ≥ 2 Objekte mit Masse und Punkten |
| Spiegeln | Vertauscht links und rechts im Bild, damit eine nach links laufende Bewegung positive x-Werte liefert. Die Drehung des Achsenkreuzes wird dabei nicht mitgespiegelt – bei schiefer Ebene danach neu ausrichten. | Video, kein Tracking |
| Element | Wirkung | Voraussetzung |
|---|---|---|
| Linien | Verbindet die Messpunkte. Standard aus: Messwerte sind Punkte, der Verlauf kommt als Modellkurve. | – |
| Zeitlinie | Senkrechte Cursorlinie durch das Diagramm. Standard aus – sinnvoll nur, wenn t auf der x-Achse steht. | – |
| Stapel (+ Anzahl) | 1–3 kompakte Diagramme übereinander, voreingestellt x, vₓ, aₓ über t, mit Ableitungspfeilen dazwischen. | Sciencemodus |
| Diagrammausschnitt | Achsengrenzen von Hand eintippen (min/max je Achse) – für vergleichbare Achsen über mehrere Gruppen hinweg und für saubere Tafelbilder. Automatisch stellt zurück. | Sciencemodus |
| Fläche | Flächenmodus: Ziehen im Diagramm markiert einen Bereich (Abschnitt 6.1). | Sciencemodus |
| Modell | Auswahl kein / linear / quadratisch / periodisch / gedämpft (Abschnitt 6.2). | Sciencemodus |
| Element | Wirkung |
|---|---|
| Achsen-Kapseln v in m/s t in s | Größenwahl für y (links oben) und x (rechts unten). Beide Achsen sind frei kombinierbar – auch y über x (Bahnkurve) oder Fₓ über x. Die Beschriftung zeigt zugleich die Einheit: steht dort px, fehlt der Maßstab. |
| Wählbare Größen | t · s · x · y · v · vₓ · vᵧ · a · aₓ · aᵧ · F · Fₓ · Fᵧ · p · pₓ · pᵧ · E (drei Kurven) · Eₖ · Eₚ · Eₘ |
| Legende | Erscheint ab zwei Kurven. Klick blendet eine Reihe aus – der Zustand bleibt erhalten (auch nach Ausschnittsänderung). Wichtig: Fläche und Fit gelten der ersten sichtbaren Reihe. |
| Roter Laufpunkt | Markiert auf jeder sichtbaren Kurve das aktuelle Videobild. Klick auf einen Messpunkt springt im Video dorthin. |
| Koordinaten-Kästchen | Oben rechts: die Zahlenwerte der aktuell dargestellten Größen zum aktuellen Bild, je Objekt in Objektfarbe. |
| Zoom / Verschieben | Mausrad bzw. zwei Finger; Ziehen verschiebt. Doppelklick stellt die automatische Anpassung wieder her. Im Flächenmodus bedeutet Ziehen stattdessen „Bereich wählen“. |
Sichtbar sind nur Sprache, Glättung und Modus; alles Weitere steckt zugeklappt unter Erweiterte Einstellungen – einmal aufklappen zeigt die übrigen Zeilen dieser Tabelle, einschließlich Wiedergabe vermessen (eine Diagnose-Karte, die beim Abspielen gezeichnete, erwartete und präsentierte Bilder zählt – nützlich, wenn ein Gerät ruckelt).
| Sprache | DE / EN, wirkt sofort; Einheiten und Formelzeichen bleiben unverändert. |
| Darstellung (Beamer) | Präsentationsmodus: 100 % / 125 % / 150 % vergrößern alle Schriften – Bedienung, Diagrammachsen, Messwerttabelle. Die Tabelle zeigt dann entsprechend weniger, dafür größere Zeilen. Die Wahl wird gemerkt und gilt beim nächsten Start wieder.
Warum von Hand? Der Browser kennt die Auflösung des Ausgabegeräts, aber weder dessen physische Größe noch die Sehentfernung – ein Beamer meldet dasselbe wie ein Monitor. Die Stufe muss also gesetzt werden; am Schülergerät bleibt 100 % sinnvoll. |
| Bildrate | automatisch / 24 / 25 / 30 / 50 / 60 / 120. Der wichtigste Korrekturhebel – siehe Abschnitt 7.1. |
| Modus | Schüler / Science, Daten bleiben erhalten. |
| Fallbeschleunigung g | Standard 9,81 m/s². g wird nicht gemessen, sondern gesetzt – der Wert geht ausschließlich in Eₚ = m·g·h ein (und damit in Emech). Weg, Geschwindigkeit, Beschleunigung, Impuls, Kraft und Ekin stammen restlos aus dem Video und ändern sich nicht mit.
Wozu dann verstellen? Erstens für Videos, die nicht auf der Erde spielen (Mond 1,62 m/s², Mars 3,71 m/s²) – etwa der Hammer-Feder-Versuch von Apollo 15. Zweitens als Kontrollaufgabe: Die Klasse liest a aus dem freien Fall ab oder fittet es, trägt den gemessenen Wert hier ein und prüft, ob Emech damit besser konstant bleibt als mit 9,81 – so wird sichtbar, dass hier eine Annahme und keine Messung steckt. Drittens für ortsgenaues Arbeiten (g schwankt zwischen 9,78 und 9,83 m/s²), was in Schulmessungen aber im Rauschen untergeht. |
| Genauigkeit vor Tempo | Lässt den Tracker beim Lauf exakt zu jedem Bild springen, statt das Video durchlaufen zu lassen. Das dauert länger, liefert aber auf jedem Gerät dieselben Messpunkte – ohne den Haken entscheidet die Geschwindigkeit des Rechners mit, wie genau die Punkte sitzen. Standard aus; die Wahl wird gemerkt. Ob sie gewirkt hat, zeigt die Bilanz nach dem Lauf („im Durchlauf 0“). |
| Glättung | Vier Stufen 3 / 5 / 7 / 9 (Vorgabe 5): über wie viele Messpunkte vor dem Ableiten gemittelt wird. Gilt für alle Objekte gemeinsam, die Analyse wird sofort neu gerechnet. Der Hinweis darunter nennt den zugehörigen Zeitraum in ms für die aktuelle Bildrate – bei 30 Bildern/s sind das 100 / 167 / 233 / 300 ms. Größere Fenster beruhigen v und a, flachen kurze Ereignisse aber ab (Abschnitt 7.2). |
| Version, Impressum | Programmstand und Pflichtangaben samt Datenschutzerklärung. |
→ Fläche, dann im Diagramm über den gewünschten Bereich ziehen. Der Ergebniskasten nennt Wert, Einheit, betroffenes Objekt, physikalische Bedeutung und den Bereich. Die Bedeutung hängt von beiden Achsen ab:
| Diagramm | Fläche bedeutet | Einheit |
|---|---|---|
| v(t), vₓ(t), vᵧ(t) | zurückgelegter Weg Δs – mit direkter Gegenprobe aus s(t) | m |
| a(t), aₓ(t), aᵧ(t) | Geschwindigkeitsänderung Δv | m/s |
| Fₓ(t), Fᵧ(t) | Kraftstoß = Impulsänderung Δpₓ bzw. Δpᵧ | kg·m/s |
| Fₓ(x), Fᵧ(y) | Arbeit Wₓ = ∫Fₓ dx (Rückwege zählen negativ) | J |
| F(s) | nur bei Kraft in Bahnrichtung die verrichtete Arbeit – sonst Warnhinweis | J |
| alles andere | kein Wert, sondern der Hinweis, welche Kombinationen sinnvoll sind | – |
Nach der Modellwahl erscheinen unter dem Diagramm Schieberegler mit groben Startwerten aus den Daten – bewusst nicht der fertige Fit. Die Klasse bringt die Kurve von Hand zur Deckung und beobachtet dabei das live mitlaufende R². Auto-Fit rechnet anschließend die beste Lösung und zeigt, wie nah man gekommen ist. Zurück zum Video klappt nur die Regler ein, Kurve und Parameter bleiben.
Ersetzt das Einzeldiagramm durch bis zu drei Diagramme übereinander mit Ableitungspfeilen dazwischen (vₓ = dx/dt, aₓ = dvₓ/dt, v = ds/dt). Die Pfeile erscheinen bewusst nur dort, wo der Zusammenhang exakt gilt: bei Komponenten und bei der Bogenlänge. Zwischen v und a steht keiner – das ist kein Versehen, sondern der Hinweis auf |a| ≠ d|v|/dt. Die Ansicht zeigt nur ein Objekt und kennt weder Fläche noch Fit. Am Handy blendet die Stapelansicht das Video aus und nutzt die ganze Anzeigefläche – sonst wäre jedes Feld nur wenige Zentimeter hoch; Objekt markieren oder Maßstab festlegen holen das Bild zurück. Am PC steht der Stapel wie gewohnt neben dem Video.
Alle berechneten Größen des aktiven Objekts als Zahlentabelle, Zeile für Zeile; die Zeile des aktuellen Bildes ist hervorgehoben, ein Tippen springt im Video dorthin. Spalten im Sciencemodus: t, x, y, s, h, vₓ, vᵧ, v, aₓ, aᵧ, a, F, Fₓ, Fᵧ, p, pₓ, pᵧ, Eₖ, Eₚ, Eₘ – die masse- und maßstabsabhängigen nur, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. Im Schülermodus sind es fünf Spalten (t, x, y, s, v).
Im Menü → Gruppe „Ergebnisse“ stehen dafür zwei Knöpfe; beide gibt es in beiden Modi:
| Ansicht | Anordnung | Wofür |
|---|---|---|
| Tabelle + Video | Die Tabelle tritt an die Stelle des Diagramms: am PC links das Video, rechts die Tabelle; am Handy Video oben, Tabelle unten. | Messwerte am Bild kontrollieren – auffällige Zeile antippen, das Video springt hin und zeigt, was dort passiert ist. |
| Tabelle + Diagramm | Das Video weicht (wie im Fit-Modus): am PC links das Diagramm, rechts die Tabelle; am Handy Diagramm oben, Tabelle unten. | Vom Diagramm zur Zahl und zurück – Ablesen von Kennwerten, Übertragen ins Heft, Erkennen von Ausreißern. |
Derselbe Knopf noch einmal gedrückt schließt die Tabelle wieder; der jeweils andere wechselt die Anordnung. Stapelansicht und die Fit-Regler beanspruchen dieselbe Fläche – sie schalten die Tabelle daher ab (und umgekehrt). Der Laufpunkt, die markierte Tabellenzeile und das Videobild bleiben in allen Ansichten synchron.
Aufteilung selbst bestimmen. Zwischen Diagramm und Tabelle sitzt ein Schieber (am PC senkrecht, am Handy waagerecht). Er verteilt die Fläche frei zwischen 15 % und 85 % – wichtig im Sciencemodus, wo bis zu 19 Spalten nebeneinanderstehen und man sie gleichzeitig sehen will. Ein Doppelklick auf den Schieber stellt die Voreinstellung wieder her. In der Ansicht „Tabelle + Video“ übernimmt diese Aufgabe der ohnehin vorhandene Schieber zwischen Video- und Diagrammspalte.
Setzt aus 3 bis 30 getrackten Einzelbildern ein Bild zusammen – beim Stroboskopbild werden die Objektausschnitte ins Grundbild kopiert, beim Streifenbild senkrechte Zeitstreifen aneinandergesetzt. Optional mit eingezeichneten Messpunkten. Der PNG-Export liefert die volle Videoauflösung und eignet sich für Arbeitsblätter, auf denen mit dem Lineal ausgemessen wird.
| CSV | Eine Datei je Objekt. Umschalter „Deutsch (Excel)“ (Semikolon, Dezimalkomma) und „International“. Exportiert werden die geglätteten Analysewerte des gewählten Ausschnitts im aktuellen Koordinatensystem – also genau das, was die Diagramme zeigen. |
| JSON | Vollständiger Zustandsauszug einschließlich der Rohpunkte. Nur Sciencemodus. Kein Import möglich. |
| .wod-Projekt | Video und Auswertung in einer Datei – der Weg für Abgaben und für vorbereitete Beispiele. So groß wie das Video.
Beim Speichern öffnet sich in Chrome und Edge der Systemdialog: Ordner und Name frei wählbar, etwa direkt aufs Netzlaufwerk. Abbrechen speichert nichts, es entsteht auch kein Ersatz-Download. In Firefox und auf iOS fragt die App nur nach dem Dateinamen, die Datei landet dann im Download-Ordner. CSV und JSON laden weiterhin ohne Rückfrage unmittelbar herunter. |
| Fehlt / eingeschränkt | Bedeutung für den Unterricht |
|---|---|
| Kein Diagramm-Export als Bild | Weder Diagramm noch Stapelansicht oder Tabelle lassen sich speichern (nur das Stroboskopbild als PNG). Für Arbeitsblätter Bildschirmfotos nutzen – vorher über Diagrammausschnitt runde Achsengrenzen setzen. |
| Fit-Parameter und Flächenwerte werden nicht exportiert | R², Modellparameter und Flächenergebnisse stehen nur auf dem Bildschirm. Sie gehören ins Protokoll – das ist didaktisch vertretbar, muss aber angesagt werden. |
| Die Schwerpunktkurve wird nirgends exportiert | Beim Stoßversuch die Einzelobjekte exportieren und den Schwerpunkt in der Tabellenkalkulation selbst bilden. |
| Kein JSON-Import | Zum Sichern und Weitergeben immer Projekt speichern (.wod) verwenden. |
| Einzelne Punkte lassen sich nicht löschen | Verirrte Punkte an die plausible Stelle ziehen; ist ein ganzer Abschnitt unbrauchbar, den Ausschnitt enger setzen und neu tracken. |
| Von Hand gesetzte Punkte sind immer grün | Die Ampel bewertet nur die automatische Erkennung. Nachkorrigierte Punkte sehen dadurch verlässlicher aus, als sie sind – im Unterricht ansagen. |
| Erneutes Tracking löscht die Handkorrekturen | Reihenfolge: erst tracken, dann korrigieren. Vor größeren Nachbesserungen das Projekt speichern. |
| Nur vier Modellfunktionen | Exponentielles Wachstum, Potenzgesetze oder Hyperbeln lassen sich nicht anpassen. Fragestellungen entsprechend zuschneiden. |
| Höchstens drei Objekte, nicht entfernbar | Versehentlich angelegte Objekte bleiben in der Liste (stören aber nur optisch). |
| „Neu starten“ (⚙, seit Version 95) | Löscht nach Rückfrage den gesicherten Stand und beginnt leer; die Sprachwahl bleibt. Auf geteilten Geräten als Ritual am Stundenende einführen. |
| Kein Suchradius-/Schwellenregler | Diese Werte passen sich automatisch an; anders als in älteren Unterlagen beschrieben gibt es keine Einstellmöglichkeit. |
| Ein Autosave-Stand pro Gerät | Das Autosave ist ein Absturzschutz, kein Ablagesystem: Es speichert nur die zuletzt bearbeitete Sitzung und nie das Video. Für mehrere Auswertungen je eine .wod-Datei anlegen. |
| Von der App gibt es keinen verlustfreien Weg zurück zur Startseite | Modus, Sprache und Impressum sind im Zahnrad erreichbar; die Schüler-Handreichung nur von der Startseite – also vorab öffnen. („Neu starten“ führt zur Startseite, verwirft aber die Auswertung.) |
Die Kopplung überträgt Video und Messpunkte vom Handy auf einen zweiten Bildschirm: Ein Gerät startet die Sitzung und zeigt einen sechsstelligen Code, das andere tippt ihn ein. Die Daten laufen direkt zwischen den Geräten; ein kleiner Vermittler im Netz hilft nur beim Finden und sieht niemals Video- oder Messdaten.
Beobachtung: Zwei Browser-Fenster auf demselben Laptop koppeln problemlos – Laptop und Handy finden sich nie, auch nicht im Hotspot des Handys. Die Diagnose der App (Konsole des Browsers) zeigte:
Lesart: Beide Geräte hatten vollständige Adressen ausgetauscht (host = lokale Adresse, srflx = öffentliche Adresse), der Verbindungsaufbau scheiterte trotzdem an jedem Pfad. Firefox nennt dazu ausdrücklich „ICE failed, add a TURN server“.
Ursachen auf verwalteten Rechnern – meist mehrere gleichzeitig:
Wichtig: Die ersten beiden Punkte liegen am Gerät, nicht am Netz – deshalb hilft auch der Wechsel in einen Handy-Hotspot nicht.
Was die App tut: Kommt 20 Sekunden nach dem Code-Austausch keine Verbindung
zustande, meldet sie das im Klartext samt Ursachenliste und hängt die Kandidaten-Kurzfassung
an – etwa [eigene Adressen: host×2 srflx×1 · Gegenseite: host×2]. Fehlt dort
srflx, ist ausgehender Verkehr gesperrt; fehlt die Gegenseite ganz, kam die
Verbindungsanbahnung nicht durch.
Was die App bewusst nicht tut: Sie nutzt kein Relais (TURN). Ein solcher Umweg würde zwar auch strenge Firewalls überwinden, aber sämtliche Nutzdaten über einen fremden Server leiten – das widerspricht dem Grundsatz, dass Videos das Gerät nicht verlassen. Finden sich die Geräte nicht direkt, gibt es deshalb keinen Ersatzweg.
Praktikable Wege im Unterricht: (1) Auf privaten Geräten und im Heimnetz funktioniert die Kopplung in der Regel. (2) Am Schulrechner den Datei-Weg nutzen: Projekt (.wod) oder CSV speichern und weitergeben – funktioniert immer und ohne Netz. (3) Wer die Kopplung dauerhaft im Schulnetz möchte, braucht die Administration: Freigabe der lokalen Adressen für genau diese eine Web-Adresse und eine eingehende Firewall-Regel für den Browser, begrenzt auf das lokale Subnetz.
| Beobachtung | Ursache und Abhilfe |
|---|---|
| Werte in px statt m | Maßstab fehlt. Statuszeile prüfen (px/m-Angabe), Maßstab festlegen nachholen. |
| Impuls, Kraft oder Energie fehlen | Masse fehlt (bei zwei Objekten für beide!). Energien brauchen zusätzlich den Maßstab. |
| Diagramm bleibt leer | Die gewählte Größe existiert für dieses Objekt nicht – oder die Reihe wurde per Legende ausgeblendet. Kurz auf eine Größe mit Legende wechseln und wieder einblenden. |
| Alle Geschwindigkeiten doppelt/halb so groß | Bildrate falsch erkannt. ⚙ → Bildrate von Hand setzen. |
| Kurve springt am Anfang | Ausreißer im ersten Bild. Punkt korrigieren oder den Ausschnitt später beginnen lassen. |
| Tracking verliert das Objekt | Rahmen enger und kontrastreicher setzen, notfalls farbigen Klebepunkt aufs Objekt; Bewegungsunschärfe durch mehr Licht verringern. |
| Video lädt nicht | Codec (meist HEVC). Auf dem Aufnahmegerät auswerten oder in H.264 neu aufnehmen. |
| Klick im Diagramm springt nicht mehr zum Bild | Der Flächenmodus ist aktiv – Fläche ausschalten. |
| Achsenkreuz verrutscht ständig | Schloss 🔒 schließen. Nach jedem Wiederherstellen und jedem Projekt-Öffnen erneut, denn der Sperrzustand wird nicht gespeichert. |
| Geräte finden sich nicht | Abschnitt 9.2 – und im Zweifel auf den Datei-Weg ausweichen. |
| Experiment | Auswertung in WODAnalysis |
|---|---|
| Freier Fall / senkrechter Wurf | y über t mit quadratischem Fit → g aus dem Parameter a (y = a·t² + …, g = −2a). Gegenprobe: aᵧ im Diagramm, Eₖ + Eₚ = Eₘ ≈ konstant. |
| Waagerechter Wurf | Bahnkurve als y über x (Achsen frei wählbar), dazu x über t (linear) und y über t (quadratisch) – die Unabhängigkeit der Komponenten wird direkt sichtbar. |
| Stoß zweier Wagen | Zwei Objekte mit Massen; pₓ beider Wagen, Summe von Hand; Schwerpunktkurve einblenden – sie läuft durch den Stoß hindurch ungestört weiter. Fläche unter Fₓ(t) = Kraftstoß, Fläche unter Fₓ(x) = Arbeit. |
| Federschwinger | x über t mit periodischem, bei Dämpfung gedämpftem Fit; T ablesen, daraus D = m·(2π/T)². Mindestens zwei bis drei volle Perioden filmen. |
| Fadenpendel | Wie Federschwinger; zusätzlich Energieumwandlung Eₖ ↔ Eₚ bei tiefstem Punkt als Ursprung. |
| Kreisbewegung | Bahnpunkte einblenden, a-Vektor zeigt zum Zentrum. Der Musterfall für |a| ≠ dv/dt – siehe 7.3. |
| Schiefe Ebene | Achsenkreuz drehen (x entlang der Bahn) und sperren; aₓ konstant. Beachten: Eₚ misst weiterhin die Höhe senkrecht im Bild – genau richtig. |
WODAnalysis läuft vollständig im Browser der Schülerinnen und Schüler: keine Anmeldung, kein Upload, nach dem ersten Öffnen auch ohne Internet. Diese Handreichung beschreibt Programmversion 95; die auf der Startseite angezeigte Version sollte damit übereinstimmen. Rückmeldungen und Fehlerberichte bitte mit Versionsnummer und – bei Kopplungsproblemen – mit der Kandidaten-Kurzfassung aus der Statuszeile.